Überraschungen bei der Bundeskader-Langstrecke in Dortmund

3. Dezember 2018 | Von | Kategorie: Aktuell, Regatta

Melvin überzeugt mit Platz 9

Mit dem Langstreckentest des DRV in Dortmund endet für die Leistungssportler immer das Kalenderjahr. Gleichzeitig bedeutet diese Überprüfung aber auch immer den ersten offiziellen Test der nächsten Saison. Startverpflichtet sind alle aktuellen Bundeskadersportler der Bereiche U19, U23 und der offenen Klasse. Dies bedeutet aber auch für alle anderen Sportler mit Ambitionen für das kommende Jahr einen interessanten Vergleich mit der nationalen Spitze. Bei den Senioren beginnt das Wochenende am Samstag mit einen Ergometertest über 2000m unter Aufsicht der Bundestrainer. Am Sonntag folgt dann das Zeitfahren im Kleinboot (Einer oder Zweier o. Stm.) über 6000m. Gestartet wird dabei im Minutentakt, um Behinderungen durch Überholvorgänge oder Wellen zu vermeiden.

Unsere Sportler konnten gleich am Samstag mit guten Leistungen aufwarten. Das absolute Topergebnis präsentierte unser Topsportler Melvin Müller-Ruchholtz. Mit persönlichem Rekord von 6:13min deklassierte er nicht nur die gesamte U23-Konkurrenz, sondern positionierte sich auch noch ganz nah an der nationalen Spitze der offenen Altersklasse. Mit ebenfalls persönlich guten Ergebnissen kamen auch die anderen Sportler ins Ziel. Dabei konnte Simon Kuwert ebenfalls eine neue persönliche Bestzeit präsentieren.

Finja überrascht mit Platz 11

Am Sonntag regnete es in Strömen und machte das Rudern noch schwerer, als es der böige Gegenwind ohnehin schon machte. Auch hier sorgte Melvin mit Platz 9 für ein echtes Ausrufezeichen. Mit nur 39s kam er wieder als schnellster U23-Ruderer ins Ziel und sicherte sich die Anerkennung nicht nur der zuständigen Bundestrainerin. Ebenfalls im Einer unterwegs war Kenneth Carow bei den U19. Er hatte zwar am Ende 2:08min Rückstand auf einen überragenden Ruderer aus Hannover, der selbst bei den Senioren ganz vorne dabei gewesen wäre, Platz 27 geht aber in Ordnung für diesen Zeitpunkt der Saison. Ein weiteres Highlight war ganz sicher Finja Rothhardt, die selbst sich und mich überraschte. Nach 1000m zeigte die virtuelle Rangliste Platz 9! Ich wäre fast vom Fahrrad gefallen und musste ein zweites Mal auf das Display gucken. Um Platz 10 ging es das ganze Rennen sehr eng zu. Bei der Zieldurchfahrt stand Platz 10 im Ergebnis, bis wenige Minuten später noch eine Ruderin aus Mainz auf Platz 8 fuhr. mit Platz 11 und einem Rückstand von 61s auf die Siegerin kann Finja im ersten Jahr U19 mehr als glücklich in den Winter gehen. Es wird sicher schwer dieses Ergebnis im Frühjahr zu wiederholen, da hier krankheitsbedingt doch ein paar namhafte Ruderinnen nicht am Start waren und wir durch unsere Ferienregelung keine Rudertraingslager im zeitigen Frühjahr machen können – da fehlen schnell mal ein paar Hundert Kilometer am Anfang. In den Zweiern gab es noch merkliche Abstimmungsprobleme, die erst durch viele gemeinsame Kilometer verschwinden werden. Platz 4 ist für Leo Damerau und Simon Kuwert bei den Leichtgewichten sicher ein gutes Ergebnis, der Abstand zum WM-Boot betrug aber dennoch 1:22min und auch die Abstände auf die dazwischen liegenden Boote verspricht noch eine Menge Aufholarbeit bis zur nächsten Deutschen Meisterschaft. Noch knapper war die Vorbereitungszeit für Henning Maiwirth und Maximilian Melle, die genau 2 Wochenenden Zeit hatten, um den Test vorzubereiten. Das Ergebnis war dementsprechend, so dass hier lediglich die Startverpflichtung zur Wahrung der Chancen im Frühjahr zu Buche steht.

 

Ich bitte persönlich alle Mitglieder um ausdrückliche Unterstützung für Melvin, der bei diesen Ausnahmeleistungen in den kommenden Jahren einen starken Club in seinem Rücken braucht, der ihm den Weg ebnet und alle notwendigen Chancen eröffnet.

 

Hauke Bartram

Bilder: Quelle: https://www.rchd1898.de/neuigkeiten/meldungen/die-bilder-von-sonntag-1385.html

 

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