Am Samstag den 25.07.2026 stiegen 14 Kieler/innen in Lübeck ins Boot, um den Amazonas des Nordens, die Wakenitz, zu erkunden. Bestes Ruderwetter mit ca. 25 Grad, Sonne und immer mit einer leichten Brise Wind.
Begleitet wurden sie von 5 Lübeckern des Lübecker Ruderklubs. Mit dabei waren in dem ersten EKRC 4er Werner, Ulrike, Susanne, Britta und Anne, im zweiten 4er: Ulrike, Klaus, Jörg, Franziska und Christine. Der 3er war besetzt mit Tanja, Sabine, Erik und Bernd. Im 4er vom LRK saßen Stefan, Ulrich, Kai, Georg, und Ho-Mi.
Der Start dieser Wanderfahrt gestaltete sich etwas holprig, erst waren wohl nicht alle reservierten Boote da oder ein Fußriehmen fehlte.
Gegen 10 uhr ging es dann endlich los, 1 km auf der Trave später wurde das Wort wandern wörtlich genommen und es wurden die Boote in den Zuleitungskanal zur Wakenitz umgetragen. Hier wartete die erste Herausforderung, eine niedrige Brücke, wo wir uns flach ins Boot legen mussten. Dies wurde vorher schon etwas geprobt und somit passierten es alle Boote mit Bravour. Eine Brücke von unten ist etwas ganz besonders…
Der Zuleitungskanal erinnerte so manchen Expetionsteilnehmenden sehr an die Hamburger Alsterkanäle. Nachdem dieser durchquert war, erreichte wir endlich das Expeditionsgebiet die Wakenitz. Bis wir alle wieder beisammen waren, konnte in Ruhe die schönen Häuser am Ufer bewundert werden. Manche machten auch schon eine kleine Snackpause, bei manchen Einwohnern wurde gerade das Frühstück auf die Flussterrasse getragen. Hier kam schon etwas Neid auf.
Gestärkt und die Lübecker 4er voraus ging es durch die kurvenreiche Wakenitz. An der ehemaligen innerdeutschen Grenze säumten Datschen das Ufer. Dabei musste auf so manch ein Schwimmer oder eine Schwimmerin aufgepasst werden. Im weiteren Verlauf nahmen die Schwimmer/innen ab und die Paddler/innen wurden mehr.
Die Natur der Wakenitz ist ein Traum, von viel Au- und Bruchwäldern gesäumt, was ihr auch den Namen Amazonas des Nordens einbringt. Sie und die Niederungsgebiete sind auch Naturschutzgebiet. An Tieren haben wir verschiedene Wasservögel und schöne Libellen gesehen. Nicht so schöne Begleiter waren die Stechmücken, die so manchen auch mit Stichen plagten.
Nach ein/zwei kleinen Pausen, weil man so langsam den Po spürte, erreichten wir Rothenhusen. Hier wurde sich mit eigenem Essen und Kaltgetränken gestärkt.
Mit neuen Steuerleuten ging es dann auf den Rückweg, hier wurde nach ca. 4 km immer kurz pausiert, um Beine und Po zu lockern. Zwischendurch gab es kleine interne Wettrennen. Trotz Schmerzen, dazu gehörten auch Blasen an den Händen, waren gute Laune und Kräfte noch vorhanden.
Somit entschieden wir uns nach dem erneuten Umtragen bei der Rudergesellschaft Lübeck noch einmal die Lübecker Altstadtinsel auf der Trave zu umrunden. Diese Perspektive und teilweise bekannte Anblick war ein schöner Abschluss, auch wenn wir hier vielen Leihmotorbooten ausweichen mussten.
Nach 35 km ließen wir die Wanderfahrt im Restaurant des Bootshauses mit leckerem Essen und Trinken ausklingen.
Zum Schluss möchte ich den beiden „Expeditionsführer“ Jörg von Kieler und Stefan von Lübecker Seite für die Organisation dieses tollen Tages sowie allen Mitstreitenden danken!
Text Franziska Baden-Böhm; Fotos: Ulrike Hunhold, Werner Lehmann, Franziska Baden-Böhm


FSJ im EKRC