Unter anderer Flagge

9. April 2019 | Von | Kategorie: Aktuell

Ein Start unter EKRC Flagge auf den klassischen Frühregatten stand in diesem Jahr unter keinem guten Omen. Heineken Roeivierkamp, stark eingedampft. Head of the Amstel, abgesagt. Women HORR, hatte sowieso keiner gemeldet, wäre aber auch ausgefallen. Mit dieser, vielleicht dem Klimawandel geschuldeten Aussicht, bin ich am Brexit Wochenende zum Vesta Master Head of the River gefahren. Der RC Tegel hatte angefragt und mit den guten Erinnerungen an den EKRC Sieg beim Millenniums Head bin ich der Einladung gerne gefolgt.
Der Brexit ist bekannter Weise ausgefallen, die beiden HORR’s an diesem Wochenende jedoch nicht. Am Samstag herrschten mit 16 Grad, Sonne und spiegelglattem Wasser nahezu Idealbedingungen. Die Bilder bei Putney waren Werbung für das Rudern, auch wenn nur rund 330 Mannschaften gestartet sind. Vor allem die Overseas Teams haben wegen dem „besonderen“ Wochenende gar nicht erst gemeldet.
Über Nacht schlug das Wetter leider um und am Sonntag war es bedeckt, deutlich kälter und vor allem windig. Auf einem Großteil der Strecke herrschte Gegenwind, das Rennen konnte aber trotzdem durchgeführt werden. Zu Ehren der Mütter wurden am Englischen Muttertag die Frauenachter zuerst gestartet. Nach rund 1 ½ Stunden auf dem Wasser dann endlich der Start. Gleich an der Watneys Brewery schlug ein Großteil der noch vorhandenen Themse ins Boot. Hinter der Barnes Railway Bridge beruhigte sich das Wasser und an der Chiswick Eyot kam der Achter dann endgültig zum Laufen. Ab Hammersmith wurde es wieder recht zäh, aber das gehört auch irgendwie zum HORR. Am Ende erreichten wir einen 95. Platz, sowie Platz 19. in unserer Altersklasse E, die immerhin 35 Starter vorweisen konnte.
Fazit: der Start unter meiner anderen Flagge hat sich gelohnt, das HORR ist immer wieder ein Erlebnis und wenn es dann doch ausgefallen wäre, ist London immer eine Reise wert. Vielleicht gibt es ja auch wieder einmal ein EKRC Achter auf dieser wunderbaren Strecke.

Jörk „Chimpy“ Schüßler

Jörk Schüssler
die ganze Mannschaft
Putny Finish

2 Kommentare zu “Unter anderer Flagge”

  1. Bernhard Kaczenski sagt:

    Chimpy, ein toller Bericht. Da werden Erinnerungen wach!

  2. Grommeck sagt:

    Denkt dran, liebe Mitstreiter von damals – das Millenium Head haben wir nur gewonnen weil wir vorher den Schraubendreher dem Gott der Themse geopfert hatten und ich den nachdem noch getauft hatte. Die Opferung für Santa Cashew erfolgte erst später – hat also mit dem Ausgang des Rennen nichts zu tun.

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