Sommertour 2010

Alter Schwede – ab ins Dalsland

Es war eine tolle Tour in Schweden!

Alter SchwedeDie Sommertour 2010 führte uns vom 12. bis 22. Juli 2010 nach Schweden. Wir haben das Seengebiet Dalsland/Nordmark erkundet.

Wir waren dabei …
York-Anton, Viktor, Sonja, Mattis, Luise, Lasse, Konrad, Justin, Julius, Jannick, Inga, Henning, Florian, Christian-Albrecht, Anne und Andreas

Tour-Programm
Wegen des möglichen Winds auf den Seen waren wir sehr flexibel mit den Etappenlängen, die bei etwa 20 Kilometer pro Tag lagen. Insgesamt haben wir entspannt eine Strecke von 120 km zurück gelegt. Dabei haben wir Gepäckfahrten unternommen, einige Klamotten konnten wir zwischendurch an den beiden Bussen austauschen.

Orte: Ed (Campinplatz), Nössemark, Lennartsfors (Campingplatz), Gustavsfors, Bengtsfors und Göteborg

Seen: Stora Le, Foxen, Lelång und Laxsjön

Bericht von Lasse
Juli 2010 – manche spielen Fußball und manche fiebern fleißig mit. Andere gehen’s gelassener an und rudern im Dalsland.

Sommertour 2010Am 12. Juli brachen wir um sechs Uhr in der Früh auf, um die 13-stündige Fahrt nach Ed ins schwedische Dalsland anzutreten. Wir: Andreas, York-Anton, Victor, Sonja, Mattis, Luise, Konrad, Justin, Julius, Jannick, Inga, Henning, Florian, Christian-Albrecht, Anne und Lasse. Viel Gepäck und vier Boote in und auf dem Anhänger, die vielen Leute aufgeteilt auf die zwei Busse. Wegen des möglichen Winds auf den Seen waren wir sehr flexibel mit den Etappenlängen, die bei etwa 20 Kilometer pro Tag lagen. Insgesamt haben wir entspannt eine Strecke von 130 km zurück gelegt. Dabei haben wir Gepäckfahrten unternommen, einige Klamotten konnten wir zwischendurch an den beiden Bussen austauschen.

Die dalsländische Landschaft ist nicht schroff und nicht besonders anmutig, dafür sind ihre Unberührtheit und Lieblichkeit eine desto größere Freude. Wer also mit tiefen Schluchten und grandiosen Fjorden wie in Norwegen gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Das trinkbare Seewasser war kein kulinarischer Höhepunkt, doch es ersparte uns eine Menge Arbeit.

Auf der Hinfahrt wählten wir die Route über Puttgarden nach Rødby, um mit der Fähre und dann über die große Belt-Brücke zu fahren. Am Ziel angekommen, hatte man gerade rechtzeitig die Zelte aufgebaut und das bitter nötige Mahl eingenommen, als sich ein schweres Gewitter entlud.

Am zweiten Tag, dem 13. Juli, riggerten wir die Boote auf, um losrudern zu können. Leider hatten wir vergessen, das Steuer und den Steuersitz der „Kiellinie“ einzupacken, doch wir behalfen uns, indem die Ruderer einfach überzogen und der Steuermann auf einigen Gepäcksäcken saß, was sich letztendlich sogar als ein wenig komfortabler herausstellte.

Schon nach der ersten Etappe übernachteten wir mitten in der Wildnis. In einer etwas gezähmten Wildnis, um genau zu sein, nämlich einem offiziellen DANO-Lagerplatz mit Feuerstelle und Trockentoilette. Einige plagte bereits ein kleiner Schnupfen, weil die Feuchtigkeit in nahezu jeden Winkel durchgedrungen war, und saßen umso dichter am Lagerfeuer. Unsere Projektgruppe „Kochen“ schwang an jedem Abend Kochtopf und Kochlöffel, um für unser leibliches Wohl zu sorgen.

Das Wetter war sehr durchwachsen, Regen und Sonne wechselten sich zumeist im Turnus von 24 Stunden ab. Manchen bescherte dies ein langes Gesicht: „Wann hört es bloß auf zu regnen?“ Manche wiederum begegneten dem wesentlich kecker und lässiger: „Nur Sonnenschein wär‘ doch auch langweilig!“

Eine nette Angelegenheit war, dass wir uns oft auf kleinen Inseln einnisteten, auf denen natürlich auch stets ein Lagerplatz gelegen war. Immer waren auch ein paar Kanuten anzutreffen, die uns Gesellschaften leisteten.

Am 16. Juli ruderten wir nicht, damit Zeit für Erholung war, nachdem es tags zuvor Bindfäden geregnet hatte. Der am See Foxen bei Lennartsfors liegende Campingplatz war dafür ideal. Das benachbarte Waldstück lud zum Wandern ein, der Sonnenschein zum Spielen auf dem Rasen. Unzählige Male suchten wir den nächstgelegenen Supermarkt auf, um uns mit dem Nötigsten, zum Teil auch mit Luxusgütern, zu versorgen.

Bis zum nächsten Morgen hatte Petrus sich es wieder anders überlegt. Es schüttete aus Eimern. Eine Gruppe von Dauercampern, die uns anfangs durchaus skeptisch gegenüber gestanden hatte, gewährte uns Asyl in einem ihrer Partyzelte. Eine dort herum liegende, wohlgemerkt leere!, Zigarettenschachtel funktionierten wir kurzerhand zum super Spielgerät um. Doch auch wenn dadurch alles etwas kurzweiliger wurde, fielen die Regentropfen weiter unablässig auf die Erde hinunter. Gegen Mittag beschlossen wir daher, Årjäng zu besichtigen, den nächstgrößeren Ort. Kaum angekommen, stürzte sich alles auf die Geschäfte und Imbissbuden. Zum Glück beruhigte sich das Wetter ein wenig, sodass wir die Boote um 17 Uhr wieder zu Wasser lassen konnten. Eine blonde und, da waren sich zumindest alle Jungs einig, attraktive Schleusenwärterin beförderte uns kurz danach in den Lelang.

Während der nächsten Tage hatte das Wetter nicht ganz so schlechte Laune. Ab und zu war da auch mal Baden drin. Am 20. Juli beendeten wir nach sieben weiteren, ganz schön teuren! Schleusendurchfahrten unsere letzte Etappe und langten in Billingsfors am See Laxsjön an.

Den 21. nutzten wir dazu, Göteborg zu besichtigen. York-Anton und Lasse, die Projektgruppe Sightseeing, gewährten einen kurzen Einblick in die Geschichte der Stadt, beleuchteten einige andere kulturelle Aspekte und stellten die sehenswertesten Gebäude und deren Bedeutung vor. In drei oder vier Gruppen aufgeteilt, mischten wir uns anschließend unters Volk und machten die Innenstadt unsicher. Am Abend fielen wir alle ziemlich geschafft ins „Bett“, wohlwissend dass uns am nächsten Tag die 650 Kilometer lange Rückfahrt bevorstünde.

Dieselbe verlief jedoch ohne Zwischenfälle. Den schweren Augenlidern nach zu urteilen, fanden alle die Autofahrt viel anstrengender als das Rudern selbst. Doch die Wiedersehensfreue mit Mutti und Vati trieb allen die Müdigkeit schlagartig aus.

Es ist prima, dass unsere bisher längste Wanderfahrt so unbeschwert über die Bühne gegangen ist. Das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit! Dies zeugt davon, dass wir ein gut aufgestelltes Jugendteam sind.

Bilder